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Die Erkenntnis bläht auf, die Liebe aber erbaut.
1. Korinther 8,1b

Eines der Dinge, die mir am Adelsmayrhof sehr wichtig geworden sind: es gibt nicht nur eine mögliche Art wie man errettet werden kann.

–KEINE PANIK!

Ich glaube und bestehe noch immer auf dem einen Namen, unter dem wir gerettet werden: Jesus Christus. ER ist der einzig gangbare Weg!
Was ich meine sind diese Detailfragen, an denen mancher sich aufhängt:

Die Bekehrung muss schon schön nach Norm ablaufen: zuerst eine ordentliche Sündenerkenntnis, dann Reue und dann ein wohlgeordnetes Übergabegebet (in dem auch bitte ja nichts fehlen darf!) Anschließend ein ordentliches Glaubenswachstum, denn sonst müssen wir dem Erretteten das Heil leider wieder absprechen.

Und was erlebe ich am Hof: da ist ein Bewohner der kein genaues Bekehrungsdatum nennen kann, er ist in den letzten Wochen einfach in eine Jesus-Beziehung hinein gewachsen. Mittlerweile verschlingt er die Bibel. Er merkt sich die Geschichten darin erstaunlich gut, ist begeistert über Gottes Wirken in der Geschichte, begreift die wesentlichen Aussagen und findet Anwendungen fürs eigene Leben und er schwärmt, dass ihn die Bibel nicht nur verstandesmäßig anspricht, sondern dass sie ihn im Herzen berührt.
Eine Bewohnerin hat  zu Beginn ihres Aufenthaltes vor nicht ganz 2 Jahren eine Entscheidung für ein Leben mit Jesus getroffen. Doch bei ihr kommt immer wieder die alte Prägung durch, und manchmal habe ich den Eindruck, sie hätte gar nichts vom Evangelium verstanden. Aber deswegen würde ich ihr niemals das Heil absprechen.
Eine andere Bewohnerin ist nie von einer tiefen Sündenerkenntnis ergriffen worden. Doch immer wieder kommen von ihr  Sätze wie: „Gott ist immer da für mich.“, oder „Gott hat mich so gern.“ Dabei leuchten ihre Augen und ich spüre: Das sind keine hohlen Worte, sondern es ist aus dem Herzen gesprochen. Sie hat keine große Erkenntnis, aber sie hat das Wesentliche erkannt: Gottes grenzenlose Liebe zu ihr!

Gott verlangt nicht, dass wir alles verstehen, genauso wenig verlangt er, dass die Bekehrung und das Glaubenswachstum wie nach einer Kontrollliste bei jedem Menschen gleich abläuft.

„das Törichte der Welt hat Gott erwählt, um die Weisen zuschanden zu machen, und das Schwache der Welt hat Gott erwählt, um das Starke zuschanden zu machen; und das Unedle der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt, und das, was nichts ist, damit er zunichtemache, was etwas ist, damit sich kein Mensch vor Gott rühme.“ 1.Kor.1,27-29
Gott hat so Menschen wie unsere Bewohner zu einer besonderen Aufgabe erwählt: sie sollen uns „gesunden“ erkenntnisreichen Denkern zeigen: „Mein liebes Kind, mir ist es nicht so wichtig, ob du alle Feinheiten der Bibel begreifst. Es ist nicht so wichtig, dass du stark und voller Erkenntnis bist. Nur eines sollst du erkennen: meine grenzenlose Liebe zu dir!“

 

 
 
     
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