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So liegt es nun nicht an dem Wollenden oder an dem Laufenden, sondern an dem sich erbarmenden Gott.
Römer 9,16

Es war wieder mal so ein Tag, wo ich mich völlig unfähig für die Arbeit fühlte. In meiner Stillen Zeit ist mir dann Gottes Meinung zu meiner Hilflosigkeit, verpackt in dem obigen Vers, begegnet.
Klar habe ich das schon gewusst. In meinem Hofalltag begleiten mich immer wieder mal solche Verse, wo es darum geht, dass es nicht an meinem Können liegt, sondern alleine an Jesus.


Obwohl diese Verse alle auswendig in meinem Kopf und Herz fest sitzen, brauche ich es doch auch immer wieder, dass ich sie schwarz auf weiß vor mir sehe. Wie gut ist es doch zu wissen: nicht ich muss aus mir selbst Liebe, Verständnis und Geduld produzieren. Jesus ist es, der mich überreich beschenkt.
Wahrscheinlich kennst du das genauso: da bitte ich Jesus um etwas, aber dann merke ich nicht, ob sich etwas tut. Doch wenn es um Beziehungen geht, ob das jetzt meine Ehe betrifft, oder das Miteinander am Hof, merke ich sein Wirken meist sofort. Daran merke ich, wie wichtig Jesus Beziehungen sind.
Für gewöhnlich greift er nicht so ein, dass er den anderen verändert, sondern er verändert mich: er zeigt mir, wo ich Fehler gemacht habe und mich verändern muss, er schenkt mir die richtigen Worte, er schenkt mir seine Gedanken für eine Situation, er schenkt mir seinen Blick, …
Jesus will in unserem Miteinander sichtbar werden. Doch er weiß auch, wie unfähig wir darin sind und wie wenig wir es schaffen, dem anderen so zu begegnen, wie er es uns vorgelebt hat. Weil er aber will, dass es trotzdem gelingt, sagt er uns ganz klar, dass er es gerne selber in die Hand nehmen möchte. Er sagt uns: „Ich bin der Weinstock, aus dem du allen Saft bekommst, du musst nur eng mit mir verbunden bleiben, dann kann ich Großes durch dich produzieren. Ohne mich brauchst du es gar nicht versuchen, da kommt nichts dabei raus –nicht mal eine vertrocknete Rosine. Es ist gut, wenn du schwach bist, denn dann kann ich mit meiner Kraft wirken. Es soll sowieso nicht durch deine Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen!“ (frei nach Johannes 15,5; 2.Korinther 12,9; Sacharja 4,6b)
Wie gut, dass ich die wichtigste und auch schwierigste Sache ganz Jesus abgeben darf. Auf IHN ist immer Verlass.

 

 
 
     
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