Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt. Johannes 13,35
Was ist denn so anders an einer Gemeinschaft von Christen? Es gibt genug Menschen, die Jesus nicht kennen und trotzdem liebevoll miteinander umgehen. Wir Christen sind nicht begabter als andere Menschen im Lieben.
Aber wir Christen dürfen mit einer Liebe lieben, die nicht die unsere ist, mit einer Liebe, die wir nicht krampfhaft in uns entwickeln müssen. Mit einer Liebe, die wir von dem geschenkt bekommen, der die Liebe ist. Wenn wir uns diese Liebe schenken lassen, dann wird jedermann erkennen, dass wir seine Jünger sind. Hier steht nichts von einem Vielleicht, sondern hier steht eine Verheissung: man wird uns als SEINE Jünger erkennen. Wie äußert sich diese Liebe? Kuscheln, ständiges Glücksgefühl, wenn mir der andere begegnet, nie Negatives ansprechen, ...? Wohl kaum. Die Liebe, die Jesus uns füreinander schenkt, ist keine dämpfende rosa Glückswolke. Sondern sie drückt sich aus in Einander achten und wertschätzen, den Anderen in der Andersartigkeit respektieren, Dinge ansprechen, vergeben .... Ertragt einander und vergebt einander, wenn einer gegen den anderen zu klagen hat; gleichwie Christus euch vergeben hat, so auch ihr. Über dies alles aber zieht die Liebe an, die das Band der Vollkommenheit ist. (Kolosser 3,13+14) Besucher von unserem Hof sind immer wieder begeistert, von der Gemeinschaft, die wir haben. Wir selber merken das gar nicht so -wir haben doch genug Schwierigkeiten und Reibereien. Aber trotzdem spürt man scheinbar, dass wir eine “überirdische” Liebe zueinander haben. Auch in der Streetwork erlebe ich im Team oft diese ganz besondere Gemeinschaft. Ich glaube, dass es oft gar nicht so sehr unsere Worte sind, die die Menschen neugierig machen. Es ist vielmehr unser Umgang miteinander, der die Menschen anspricht.
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