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Weist die Unordentlichen zurecht, tröstet die Kleinmütigen, nehmt euch der Schwachen an, seid langmütig gegen alle! 1. Thessalonicher 5,14 Dieser Vers steht, glaube ich, für so Häuser wie den Adelsmayrhof in der Bibel. Bei uns wohnen Menschen mit den verschiedensten Problemen zusammen. Der eine braucht Zurechtweisung, ein anderer Ermutigung, ein dritter bedingungslose Annahme ...Geduld braucht es in jedem Fall.
Jesus hat die Menschen immer genauso behandelt, wie sie es gerade brauchten. Er hat nicht eine Methode verwendet und diese jedem Menschen, dem er begegnet ist, übergestülpt. Das ist eine der Eigenschaften, die mich an ihm besonders faszinieren. Er erkannte, was sein Gegenüber gerade brauchte und dann handelte er danach. Genauso tut er es auch mit uns. Das eine Mal brauchen wir Zurechtweisung, weil Dinge in unserem Leben geordnet gehören. Das andere Mal brauchen wir seinen Zuspruch. Jesus überfordert dich nicht,wenn du dich schon völlig geschwächt fühlst. Er verlangt dann nicht, dass du dich noch mehr mit deiner Sünde beschäftigst oder mit Apellen wie du dein Leben zu führen hast. In deinen schwachen und kleinmütigen Momenten möchte er dich einfach nur in seinen Armen auffangen und in seine Liebe hüllen. Schaffst du es, schwach zu sein und dich in seine Umarmung fallen zu lassen?
In jedem Fall, ob es jetzt um Zurechtweisung oder um Zuspruch geht, brauchen wir seine Geduld. Wenn Jesus mich zurechtweisen muss, braucht er manchmal viel Geduld, bis ich es annehmen will. Und auch beim Zuspruch dauert es oft lange, bis seine Ermutigung in meinem Herzen angekommen ist. "Langmut", dieses altertümliche Wort für Geduld drückt es gut aus: Jesus hat dort, wo du dich nur mehr kleinmütig fühlst, noch lange Mut für dich.
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